Pathologisches Institut
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Enzymhistochemie

Die Enzymzytochemie an Blut und Knochenmarkausstrichen kommt v. a. bei der Diagnostik akuter Leukämien zum Einsatz. Der Nachweis der Myeloperoxidase (POX) in Zellen der Granulopoese und der alpha-Naphthylazetatesterase (NAE) in Zellformen der monozytären Differenzierungslinie besitzt die größte diagnostische Aussagekraft. Die enzymzytochemische Diagnostik der akuten Leukämien wird in der Regel durch eine durchflußzytometrische Immunphänotypisierung ergänzt. Bei akuten lymphatischen Leukämien ist dies zwingend notwendig.

In formalinfixiertem und in Paraffin eingebettetem Gewebe lassen sich granulopoetische Zellen und Mastzellen mit Hilfe der Naphthol-AS-D-Chlorazetat-Esterase (NACE)-Reaktion, darstellen. Tartratresistente saure Phosphatase (TSP) ist in Haarzellen, in einigen histiozytären Speicherzellen (z.B. Gaucher-ZelIen und Pseudo-Gaucher-Zellen), Osteoklasten und einigen Formen der lymphatischen Leukämien/Lymphome (z.B. Prolymphozytenleukämie) nachweisbar.

An Gefrierschnitten wird bei der Diagnostik intestinaler Innervationsstörungen (z.B. M. Hirschsprung) die Azetylcholinesterase enzymhistochemisch nachgewiesen. Durch Darstellung der Laktatdehydrogenase und der Succinatdehydrogenase lassen sich Ganglienzellen nachweisen. An Gefrierschnitten von Skelettmuskeln werden mit Hilfe der Adenosin-Triphosphatase-Reaktion die verschiedenen Fasertypen differenziert. Die Succinat-Dehydrogenase-Reaktion wird zur Diagnostik der mitochondrialen Myopathien verwendet.