AG Hermeking
Kontakt: Prof. Dr. rer. nat. Heiko Hermeking (> english homepage)
Mitglieder
- Markus Kaller, Dr. rer. nat.
- Matjaz Rokavec, Dr. rer. nat.
- Markus Winter, Dr. rer. nat.
- Stefanie Hahn, M.Sc. Biochemie, Doktorandin
- Sabine Hünten, M.Sc. Biotechnologie, Doktorandin
- Rene Jackstadt, M.Sc. Biochemie, Doktorand
- Helge Siemens, Dipl.-Biol., Doktorand
- Lei Shi, M.Sc. Vet. Microbiology; Doktorand
- Stephanie Jäckel, M.Sc. Molecular Biology, Doktorandin
- Huihui Li, M. Sc. Biology, Doktorandin
- Longchang Jiang, M. Sc. Biology Medicine, Doktorand
- Gülfem Oener, M.Sc. Biology Medicine, Doktorandin
- Ursula Götz, BTA, Technische Assistentin
- Brigitte Dürrbeck, Sekretariat
Hintergrund
Tumorerkrankungen werden durch Veränderungen in bestimmten Genen verursacht. Wir interessieren uns hauptsächlich für die Funktion zweier Gene, c-MYC und p53, die häufig in Tumoren verändert vorliegen und die Identifizierung/Analyse ihrer Effektoren. c-MYC ist ein sog. Proto-Onkogen, wohingegen p53 ein Tumorsuppressorgen darstellt. Beide Gene kodieren für Transkriptionsfaktoren, die Sequenz-spezifisch an DNA binden. c-MYC und p53 steuern Vorgänge, wie Zell-Zyklusprogression/-Proliferation, Apoptose/Zelltod, genomische/chromosomale Stabilität und Seneszenz, indem sie eine Vielzahl von Zielgenen regulieren, die für Proteine als auch für MikroRNAs kodieren. Die p53-vermittelte Apoptose ist ein Sicherungsmechanismus gegen unkontrollierte Proliferation, welche nach onkogener Aktivierung von c-MYC auftritt (Hermeking und Eick, 1994). c-MYC kann die p53-vermittelte Zellzyklus-Arretierung aufheben (Hermeking et al., 1995; Jung et al., 2008). Wir haben eine Vielzahl von Genen und microRNAs charakterisiert, welche direkt durch c-MYC oder p53 reguliert werden und deren Effekte vermitteln (Hermeking et al. 1997, 2000; Menssen and Hermeking, 2002; Menssen et al., 2007; Tarasov et al., 2007; Jung et al., 2008).
Interessanterweise sind einige der p53-Zielgene in Tumoren durch epigenetische Mechanismen inaktiviert. So werden das 14-3-3sigma Gen und das MikroRNA-kodierende miR-34a Gen in einer Vielzahl von Tumoren durch CpG-Methylierung inaktiviert (Lodygin et al., 2003, 2004, 2005, 2008). Die Detektion dieser Veränderung in Tumor-DNA, welche in Körperflüssigkeiten abgegeben wird, hat diagnostisches Potential.
Forschungsthemen
Wir untersuchen p53- und c-MYC-regulierte Signalwege. Hierzu verwenden wir verschiedene Methoden und Ansätze. Dazu zählen SAGE, Mikroarray-Analysen, Hochdurchsatz-Pyrosequenzierung, quantitative PCR, ChIP, Methylierungs-spezifische PCR, Lasermikrodissection, Proteomik (TAP-tagging/MudPIT), Live-cell Imaging/Laserscanning Mikroskopie, FACS und die Generierung/Analyse von konditionalen „knock-out“-Maus-Modellen.
Die miR-34 Gen-Familie als Mediator der p53-vermittelten Tumorsuppression
Abbildung modifiziert aus Hermeking, H. (2007) p53 enters the microRNA world. Cancer Cell 12, 414-418; Hermeking, H. (2009) The miR-34 family in cancer and apoptosis. Cell Death & Differentiation, May 22. [Epub ahead of print] PMID: 19461653); Kaller et al. (2011) MCP 10(8):M111.010462
Externe Links
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MYC website (http://www.myc-cancer-gene.org)
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p53 website (http://p53.free.fr)